
Minden (MI). Mehr als 30 Jahre lang war die Mindener Initiative (MI) als unabhängige Wählervereinigung eine feste Größe in der Kommunalpolitik der Stadt. Was seit ihrer Gründung im Jahr 1993 aus dem Wunsch nach mehr Bürgernähe, Transparenz und Unabhängigkeit begann, hat über Jahrzehnte hinweg Spuren im politischen Leben Mindens hinterlassen. Vielen Mitbürgerinnen und Mitbürgern wurde eine Plattform geboten, Politik mitzugestalten, ohne sich einer etablierten Partei anschließen zu müssen.
In dieser Zeit wurden unzählige Themen angestoßen, kritisch begleitet und mitgestaltet – immer mit Blick auf die Menschen vor Ort und nicht auf parteipolitische Interessen. Viele Projekte, Diskussionen und Entscheidungen tragen die Handschrift der Mindener Initiative. Dabei war es stets ihr Ziel, bürgerschaftliches Engagement in den Mittelpunkt zu stellen und Minden ein Stück lebenswerter zu machen.
Mindener Initiative bleibt als Verein bestehen
Zur Kommunalwahl im vergangenen September ist die Mindener Initiative dieses Mal nicht angetreten. Damit endet vorerst ein wichtiges Kapitel kommunalpolitischer Mitgestaltung. Doch das Buch sei nicht geschlossen, sagt MI-Vorsitzender Bernd Vogel: Die Initiative bleibt als „Verein Mindener Initiative“ bestehen. „Wir werden weiterhin engagiert, kritisch und konstruktiv im Sinne der Bürgerschaft als außerparlamentarische politische Bürgervertretung weitermachen“, so Vogel.
„Wir blicken mit Dankbarkeit und Stolz auf über drei Jahrzehnte Arbeit im Rat der Stadt Minden zurück. Unsere Motivation war immer das Wohl unserer Stadt und ihrer Menschen“, betont der langjährige Fraktionsvorsitzende der MI, Harald Steinmetz. „Auch wenn wir vorerst keine Ratsmandate mehr haben, wollen wir Ansprechpartner bleiben, Impulse geben und Projekte anstoßen, die Minden weiter voranbringen.“
So beginnt für die Mindener Initiative ein neues Kapitel: weniger politisch im klassischen Sinne, dafür umso mehr als Verein für Mindener Bürgerinnen und Bürger, der Ideen aufnimmt und Minden auch in Zukunft weiter mitgestalten will. Dafür sind in 2026 regelmäßige Vereinstreffen und Veranstaltungen vorgesehen.

