MI beantragt Ausstattung aller Schüler der weiterführenden Schulen mit digitalen Endgeräten

Minden (MI). Die Ratsfraktion der Mindener Initiative (MI) hat für die kommende Sitzung des Bildungsausschusses die Ausstattung aller Schülerinnen und Schüler der weiterführenden Schulen mit mobilen digitalen Endgeräten beantragt.

„Unsere Nachbarstädte Vlotho und Herford haben diesen Weg der Ausstattung mit iPads bereits eingeschlagen“, erinnert MI-Fraktionssprecher Harald Steinmetz: „Es ist höchste Zeit, dass dieses endlich auch in Minden geschieht.“

Harald Steinmetz | MI
Harald Steinmetz | MI

Nach dem Willen der Unabhängigen Wählervereinigung MI sollen alle Schüler spätestens ab der Jahrgangsstufe 7 die digitalen Geräte als reguläres Lern- und Arbeitsmittel erhalten. „Damit wollen wir sicherstellen, dass alle Schülerinnen und Schüler über ein eigenes iPad verfügen, um somit am digitalen Unterricht in allen Fächern teilnehmen zu können“, begründet Steinmetz den Antrag. Die Kosten hierfür soll die Stadt Minden als Schulträgerin übernehmen.

Medienkompetenz erlangen

Denn die Erlangung von Medienkompetenz sei Voraussetzung für die Teilhabe an der heutigen Informations- und Wissensgesellschaft sowie an demokratischen Prozessen der Meinungsbildung. Ziel schulischer Medienbildung sei es außerdem, allen Kindern und Jugendlichen bis zum Ende der Pflichtschulzeit einen systematischen und umfassenden Aufbau von Medienkompetenz zu ermöglichen, erläutert der Kommunalpolitiker.

Auch erinnert Harald Steinmetz, dass die Medienkonzepte „Bildung in der digitalen Welt“ der weiterführenden Schulen der Stadt Minden vorsehen, dass die Schüler lernen, sicher, kreativ und verantwortungsvoll mit Medien umzugehen. Um dieses sicherzustellen, hätten sich die Schulen entschlossen, die Anschaffung und Finanzierung von Tablets als reguläres schulisches Lern- und Arbeitsgerät den Eltern und Erziehungsberechtigten dringend zu empfehlen.

MI: Finanzielle Herausforderung für Eltern

„Dieses stellt viele Eltern aber vor große finanzielle Herausforderungen“, mahnt die MI. Zudem habe eine Kleine Anfrage der Grünen im NRW-Landtag zur Beschaffung von Tablets oder Laptops ergeben, dass es zu den Pflichten der Eltern gehöre, ihr Kind angemessen auszustatten. Nach der gegenwärtigen Rechtsauffassung seien davon aber digitale Endgeräte derzeit nicht umfasst, so der Fraktionssprecher.

„Zur Bildungsgerechtigkeit gehört die digitale Ausstattung aller Schülerinnen und Schüler unabhängig vom Einkommen und Geldbeutel der Eltern“, erklärt die Mindener Initiative. Aufgabe des Schulträgers sei es, für gleiche Rahmenbedingungen und damit Chancengleichheit an allen weiterführenden Schulen zu sorgen.

Daher soll die Verwaltung beauftragt werden, die Bedarfe an allen weiterführenden Schulen zu ermitteln, um eine Kostenschätzung vornehmen zu können. Auch sollen aktuelle Förderrichtlinien des Landes geprüft und gegebenenfalls Fördermittel beantragt werden. „Dabei hoffen wir, dass die Prüfung so erfolgt, dass etwaige Mittel auch tatsächlich fließen können“, mahnt Harald Steinmetz mit Blick auf zuletzt überraschend gescheiterte Förderzusagen.

Außerdem müsse der notwendige technische Support sichergestellt werden, betont die MI. Letztlich solle die Finanzierung der iPads für alle Schülerinnen und Schüler von der Stadt Minden übernommen werden.

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